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Beschreibung:

Idee und Prinzip

Mit Hilfe eines Trampolins können Kinder, Jugendliche und Erwachsene große Sprünge machen. Außer auf den Füßen kann man auch im Sitz, auf dem Rücken oder auf dem Bauch landen und anschließend weiter springen. Saltos mit und ohne Schrauben sind die Highlights der Bewegungskunst. Eine ausgeprägte Athletik, höchste Konzentration und Körperbeherrschung sind Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches und gesundes Ausüben dieser ästhetischen Sportart.

Beim Trampolinturnen als Wettkampfsport kommen drei Trampoline zum Einsatz:

  • Trampolin
  • Doppelminitrampolin
  • Minitrampolin

Geschichte

Neben dem freizeitsportlichen „Hüpfen“ gibt es seit Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts Wettkämpfe. Das erste „Trampolin“ wurde von Georg Nissen (Zirkusartist) in den zwanziger Jahren in Amerika gebaut. Von damals bis zur Olympiareife dauerte es 80 Jahre. Seit 2000 ist Trampolinturnen (Einzel) eine olympische Sportart. Die ersten deutschen Trampolinturner bei Olympia waren Michael Serth (TV Schaafheim) und Anna Dogonadze (TGJ Salzgitter / MTV Bad Kreuznach) im Jahr 2000 in Sydney. Anna Dogonadze wurde vier Jahre später in Athen Olympiasiegerin. Henrik Stehlik, Weltmeister 2003, holte in Athen die Bronzemedaille.

Disziplinen

Trampolinturnen wird in den Wettkampfformen Einzel, Synchron und Mannschaft angeboten.
Im Einzel gibt es einen Vorkampf, der aus einer Pflicht und einer Kür besteht. Die besten acht Trampolinturner des Vorkampfes treten im Finale an – geturnt wird eine Finalkür.
Ein Synchronpaar besteht bei offiziellen Meisterschaftswettkämpfen entweder aus zwei Turnerinnen oder zwei Turnern. Der Vorkampf besteht auch hier aus einer Pflicht und einer Kür. Für das Finale werden die sechs besten Paare des Vorkampfes zugelassen und es wird eine Kür geturnt.
Jedes Mannschaftsmitglied (vier pro Team) zeigt im Vorkampf eine Pflicht- und eine Kürübung. Im Finale stehen maximal fünf Mannschaften. Jedes Mannschaftsmitglied turnt eine Finalkür. Die jeweils schwächste Übung jedes Durchgangs liefert das Streichergebnis. Bei internationalen Wettkämpfen treten im Finale nur drei Aktive jeder Nation an – ohne Streichwertung.

Zusätzlich gibt es Einzel- und Mannschaftswettkämpfe im Doppelminitrampolin-Springen. Generell sind pro Durchgang zwei Sprünge zu bewerten. Beim Einzelwettbewerb sind im Vorkampf und Finale jeweils zwei Durchgänge zu zeigen. Maximal die besten acht Teilnehmer aus dem Vorkampf werden für das Finale zugelassen. Im Team sind wiederum zwei Durchgänge der vier Teammitglieder zu zeigen. Im Finale erfolgt ein Durchgang pro Mannschaftsmitglied.

Wettkampfgeräte

Ein Trampolin besteht aus einem Sprungtuch, welches an insgesamt 118 Stahlfedern aufgehängt ist. Das Sprungtuch besteht aus 4-6mm breiten geflochtenen Nylonbändern. Das Maß kann zwischen 1,8m x 3,6m und 2,15m x 4,3m. Jeweils an den Längsenden des Trampolins werden in gleicher Höhe Weichböden zur Sicherheit der Aktiven hingelegt. Beim Synchronturnen stehen zwei Trampoline längsseits im Abstand von 2m parallel nebeneinander.

Das Doppelminitrampolin ist ca. 3m lang und 1,2m breit. Die Landefläche auf den Weichböden beträgt 6m x 3m.

Bewertungssystem

Wettkampfübungen im Trampolinturnen bestehen aus zehn verschiedenen Übungsteilen. Die Sprünge müssen ohne Pause oder Zwischensprung hintereinander erfolgen. Eine Übung gilt als „abgebrochen“, wenn der Aktive die Rückfederung des Trampolintuches nicht mehr zum Absprung des nächsten Sprunges nutzt, die blaue Sicherheitsabdeckung berührt oder das Gerät verlassen muss. Jede Übung ist immer mit einem sicheren Stand zu beenden.

Grundsätzlich gewinnt der Aktive, die Mannschaft oder das Synchronpaar mit der höchsten Gesamtnote. Auf Bundesebene und bei internationalen Wettkämpfen gewinnt derjenige, der die beste Finalübung zeigt.

Ausführung (Haltungsnote):
Jede Trampolinübung (Pflicht, Kür oder Finale) hat genau zehn Übungsteile, wobei die Ansprünge zur Höhengewinnung (zu Beginn) nicht gezählt werden. Jedes Übungsteil hat einen Punkt als Ausgangswert für die Haltung – das ergibt die Ausgangsnote von maximal zehn Punkten für die Haltungsnote. Bei jedem Element kann jeder der fünf Haltungskampfrichter bis zu 0,5 Punkte für Mängel in der Ausführung (gefordert sind geschlossene Beine, angelegte Arme, erkennbar gehockt, gebückte oder gestreckte Ausführung) abziehen. Zusätzliche Abzüge gibt es für Fehler beim Übungsabschluss, wenn es dem Trampolinturner nicht  gelingt drei Sekunden sicher stehen zu bleiben. Die Haltungsnote ist die Summe der drei mittleren Noten der fünf Haltungskamprichter. Bei der Pflichtübung ist das auch der Endwert der Übung (Ausnahme M10).

Schwierigkeitsgrad:
Bei Kür- bzw. Finalübungen wird zusätzlich zur Haltung auch der Schwierigkeitsgrad ermittelt. Die Schwierigkeit eines Sprunges wird durch die Anzahl der Rotationen um die Körper-Längsachse (Schrauben) und die Körper-Querachse (Salto) sowie der Körperposition (gehockt, gebückt und gestreckt) bestimmt.

Synchronität:
Im Synchronturnen wird neben der Ausführung der Übungen und dem Schwierigkeitsgrad auch die synchrone Landung der Partner auf den Trampolinen bewertet. Die mittlere Note der Synchronkampfrichter wird verdoppelt und geht als Synchronwert mit der Haltungsnote und dem Schwierigkeitswert in die Endnote der ein.

Doppelminitrampolin-Springen:
Aus einem Anlauf heraus wird auf die schräge Aufsprungfläche gesprungen. Bei der ersten Variante erfolgt mit einem Strecksprung, der nicht als Übungsteil zählt, der Sprung auf die waagrechte Spotter- oder Abgangsfläche. Dort muss ein Sprungelement geturnt werden und anschließend muss das Doppelminitrampolin mit einem Abgang verlassen werden.
Die zweite Variante sieht vor, dass nach dem Einsprung in die schräge Fläche direkt ein Sprungelement als Aufgang auf die Spotterfläche gesprungen wird. Mit dem zweiten Sprung – dem Abgang – wird das Doppelminitrampolin mit dem Abgang in den Stand auf die Landefläche wieder verlassen.

Die Abzüge für die Ausführung der beiden in jedem Durchgang gezeigten Sprünge sowie die Landung innerhalb der vorgeschriebener Zonen werden von der Höchstpunktzahl zehn abgezogen. Die Berechnung der Endnote erfolgt nach dem Prinzip der Trampolinwettkämpfe (Einzel).

Wettkampfsystem

In den Turngauen werden Gaumeisterschaften angeboten. Auf Landesebene finden Hessische Meisterschaften statt. Diese Meisterschaften gelten als Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Parallel zu den Meisterschaften gibt es ein Ligasystem:

  • Schülerliga (bis 14 Jahre)
  • Landesliga
  • Oberliga
  • 2. Bundesliga Süd/West bzw. Nord/Ost
  • 1. Bundesliga

In hessischen Ligen werden Mannschaften mit bis zu acht Aktiven gebildet, davon treten sechs Trampolinturner pro Pflicht-, Kür- und Finaldurchgang an. Für jeden Durchgang wird die Summe der vier besten Ergebnisse einer Mannschaft zur Mannschaftswertung addiert.
Mit Ausnahme der Schülerliga, in der nur Schüler/innen bis einschließlich 14 Jahre zugelassen sind, gibt es nach oben keine Altersgrenze. Allerdings beträgt das Mindestalter für die Bundesliga wie bei Deutschen Meisterschaften zwölf Jahre.
In den Trampolin-Ligen des Deutschen Turner-Bundes turnen weibliche und männliche Teilnehmer gemeinsam und werden nach den gleichen Kriterien bewertet. Die Vereine können gemischte Mannschaften aufstellen. Die Ligen werden in 1. und 2. Bundesliga (Süd/West bzw. Nord/Ost) unterteilt. Es werden Mannschaften mit bis zu acht Aktiven pro Wettkampftag gebildet, davon turnen maximal fünf Trampolinturner pro Durchgang und die vier besten Ergebnisse jedes Durchgangs zählen zur Mannschaftswertung.
Hessische Trampolinturner treten jeweils in Ligen und Meisterschaften an.

Freizeit- und Breitensport

Beim DTB-Wahlwettkampf „Minitramp-Springen“ werden nur Haltungsnoten vergeben. Der Ausgangswert, von dem die Abzüge vorgenommen werden, richtet sich nach dem Schwierigkeitsgrad des Sprunges.

 

Vereine im Turngau die Trampolinturnen anbieten:

TSV Besse in Edermünde-Besse
TSV 1900 Wabern in Wabern
TuSpo Ziegenhain in Schwalmstadt