Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Heide und Meldorf haben Luna Grösch und Finja Saul (beide MT Melsungen) knapp Plätze auf dem Podium ihrer Altersklasse verpasst.
Am Samstag war die Altersklasse W 20+ zuerst im Deutschen Achtkampf gefordert. Aufgrund der Qualifikationsleistungen starteten die Melsungerinnen Nele Schmoll und Luna Grösch in der Riege der Favoritinnen. Podiumskandidatin Nele musste nach den ersten beiden Disziplinen (Schleuderball und Kugelstoßen) auf Rang 4 liegend aufgrund von Knieproblemen den Wettkampf unterbrechen und konnte später nur noch am Stufenbarren turnen. Trotz der nur drei absolvierten Geräte konnte sie noch Sportlerinnen hinter sich lassen, die ebenfalls den Wettkampf nicht komplett bestritten haben.
Die 20-jährige Sportstudentin Luna lag nach den vier leichtathletischen Disziplinen zur Halbzeit vielversprechend auf dem 5. Platz. Besonders beim Werfen und Stoßen konnte sie sich ein gutes Punktepolster erarbeiten. Im Gerätturnen holte sie an den ersten drei Geräten mit sehr sauberen Vorträgen jeweils 12er-Wertungen. Ihre Bodenübung wurde dann sogar mit 14,30 Punkten bewertet. 51,70 Punkte in einem DTB-Wettkampf sind ein sehr gutes Ergebnis. Luna beendete den Wettkampf auf dem 6. Gesamtrang (91,074 Punkte).
Der Schleuderball-Einzelwettbewerb am Nachmittag wurde durch ständig wechselnde Bedingungen stark vom Wetter beeinflusst. Die vier Deutschen Achtkämpferinnen, die einen Doppelstart gemeldet haben (neben Luna und Nele noch Leonie Frank aus Sandershausen und eine Athletin aus Kiel), kamen im eng getakteten Zeitplan zum Ende des Einwerfens ins Stadion. Bei Nele passten durch ihre Verletzung die Bewegungsabläufe nicht, und sie schied mit nur einem gültigen Sicherheitswurf aus. Luna warf bei ständig wechselnden Winden eine gute Serie und erreichte das Finale der besten acht Werferinnen. Ihr bester Wurf ging fast zwei Meter weiter als der beste Wurf am Vormittag. Luna schloss den Wettkampf mit 39,65 m auf Rang 8 ab.
Für die 15-jährige Finja Saul begannen die Wettkämpfe Samstagmittag mit dem Schleuderball-Wettbewerb. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft erreichte sie auf Anhieb das Finale. Sie kam bei den Windbedingungen zwar nicht an ihre Bestleistung heran, erreichte aber mit 29,09 m den siebten Platz.
Am Sonntag startete Finja im Deutschen Sechskampf der W 14/15. Aufgrund der großen Anzahl an zugelassenen Athletinnen (47) startete das Feld aufgeteilt auf Halle und Stadion. Damit gab bis zum Schluss kein klares Bild, wie die Sportlerinnen lagen. Für Finja als 37. der Qualifikation ging es bei wieder ständig wechselnden Bedingungen im Stadion los. Innerhalb ihrer Startgruppe war sie fünfbeste Leichtathletin. Im Gerätturnen zeigte Finja solide Leistungen an Sprung und Stufenbarren und zeigte mit 14,00 Punkten sie fünfbeste Bodenübung ihrer Altersklasse. Mit einem deutlich besseren Ergebnis als bei der Qualifikation in Hessen (64,386 Punkte) erzielte sie Rang 18 unter 42 gestarteten Athletinnen.
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